

Dittmanns/Bornhütters
Schüllarhammer 3a
Lt. Herrn Mehldau Nr. 13 – Hammermann
Die Besitzerfolge ist in der Chronik von „Hof Winterbach/Kempers“ ausführlich dargestellt.
Ich beginne mit Daniel Kemper * 08.05.1760 in Dotzlar + 12.07.1838 Schüllarhammer, oo 26.01.1769 Maria Magdalene Dittmann * 03.11.1769 Berleburg + 31.03.1819 in Schüllarhammer.
Daniel Kemper wohnte seit 1792 auf dem Hamer. Das Ehepaar hatte 10 Kinder. Er kaufte eines Tages das Haus (Kempers) von Heinrich Wahl * 1778 + 1839.
Später teilten sich Heinrich Kemper * 1803 und Georg Dickel * 1787 (Schwiegersohn) + 1865, oo 1814 Kemper, Anna Margarete * 1790 + 26.12.1836 Schüllarhammer, das Grundstück je ½ auf.
Die eine Hälfte „Haus Kempers“ (heute Hof Winterbach) wurde bereits mit „Chronik Hof Winterbach“ dargestellt.
Die zweite Hälfte „Dittmanns“ übernahm Heinrich Kemper * 1803 + Amerika, oo 15.02.1822 Land Katharina Rück * 11.01.1802 Schüllar + 1844 auf dem Hammer.
Das Haus wurde nach ca. 11 Jahren an den Immobilienmakler Althaus und Consorten, Kaufmann aus Berleburg verkauft.
Zu Heinrich Kemper lesen wir (er ist entwichen nach Amerika), war hoch verschuldet.
Nach dem frühen Tod seiner Ehefrau Katharina Rück * 1802 + 1844 in Schüllarhammer, wanderte dieser Heinrich Kemper * 1803 im Jahr 1845 aus. Seine 8 Kinder wurden unter die Vormundschaft von Wirt Johann Georg Dickel gestellt. Es gab das Versprechen: „Nach 1 Jahr hole ich die Kinder nach Amerika“. Diese Vereinbarung wurde auch eingehalten. (genaue Daten unter Auswanderungen aus Schüllar, Pos. 18).
Nun komme ich zu der Familie „Dittmann“.
Die Familie war wohl der Besitzer des heutigen Hauses Frisörs, unter der Kirche 5. (Nachbarhaus).
Dieses wurde übernommen von der Familie Trapp. S. Hauschronik „Unter der Kirche 5“.
Es war ein großer Wunsch von Heinrich Dittmann das heutige Dittmannshaus zu erwerben –
Kurz vor der Inflation 1920/23 in Deutschland, wurde der Hof von Heinrich Dittmann * 08.04.1896 + 07.01.1985 beides in Schüllarhammer und seiner Ehefrau Helene Kümmel * 15.03.1898 in Bau Schüllar + 25.02.1992 in Dittmanns Schüllarhammer, gekauft.
Es war wohl ein großer Wunsch von Heinrich (Heiner) Dittmann das Anwesen zu erwerben für seine Familie. Mit ins „Neue Haus“ zogen auch Friedr. Heinrich Dittmann * 10.06.1857 + 1947 oo 15.04.1882 Katharina Born * 10.12.1856 im Schmallmerschenhaus (zwischen Berghausen und Aue) + 1940 in Schüllarhammer, die Eltern von Heinrich Dittmann.
Der Name des Verkäufers konnte noch nicht ermittelt werden. (Familie versucht es zu klären).
Der Hauskauf war wohl mit einer Tragödie verbunden. Nach der Zahlung des Kaufpreises und der Übergabe, folgte nach kurzer Zeit die Inflation (Geldentwertung). Das erhaltene Geld hatte für den Verkäufer seinen Wert verloren.
Heinrich Dittmann oo 28.09.1919 Helene Kümmel aus Bau Schüllar
* 08.04.1896 * 15.03.1898 Schüllar
+ 07.01.1985 + 25.02.1992
Heinrich Dittmann – besser bekannt als „Dittmanns Heiner“ war von Beruf Metzger und führte in ganz Schüllar-Wemlighausen und Umgebung Hausschlachtungen durch, nebenher wurde noch eine kleine Landwirtschaft betrieben. Nach Erzählung von seiner Enkeltochter Marlene, gab es in dem kleinen Fachwerkanbau 2 Webstühle, die von ihren Großeltern „Heiner & Lenchen“ betrieben wurden.
2 Kinder:
Edith * 13.11.1920 oo 20.05.1949 Fritz Starke * 11.10.1921
+ 15.02.1994 + Anfang 2002
3 Kinder: Ulrike, Inge & Birgit
Das Ehepaar baute sich ein eigenes Haus, in Schüllarhammer, in den ehemaligen Garten hinter der Scheune, es war der Erbteil von Edith. Fritz baute sich ein Elektroinstallationsgeschäft auf, Edith betrieb einen kleinen Laden mit Geschenkartikeln, Schreibwaren usw. Beide Geschäfte waren im Gebäude Unter der Kirche 6 untergebracht.
Luise * 08.11.1924 oo 26.02.1948 Gustav Bornhütter * 01.12.1923
Schüllarhammer Niederschelden
+ 26.09.2016 + 09.07.1998
Voiswinkel Odenthal im Kreis seiner Familie
bei Ihrer Tochter Uschi Schüllarhammer.
Luise & Gustav übernahmen das Elternhaus von Luise.
3 Kinder: Horst, Marlene & Uschi
Hauserben waren die 3 Kinder, der Sohn Horst zahlte seine Geschwister aus und übernahm das Anwesen. Heute ist sein Sohn Alexander Bornhütter Besitzer des Hauses.
In den Nachkriegsjahren wurde das Haus auf dem Hammer für viele Menschen zu einem neuen Zuhause. Viele Geschichten und Erlebnisse wurden mir erzählt, bei Dittmanns war immer die Tür offen für Gäste und Besucher.
