

Überste
Am Bergesweg 14
- Ludwig Fuchs
- Georg Ludwig Fuchs
oo
Katharina Dickel - Matthias Ludwig Fuchs (Wagners)
* 13.11.1817 Schüllar † 21.03.1904
oo 24.12.1848
Elisabeth Gertraud Luise Rück
* 20.04.1826 Schüllar † 06.06.1857 - Ludwig Fuchs (Überste)
* 11.09.1852 † 26.01.1940
oo 14.10.1876
Elisabeth Lückel
* 14.11.1858 † 24.11.1936 - Heinrich Friederich Sommer
* 25.07.1879 Wemlighausen † 03.11.1909
oo 13.06.1902
Minna Wilhelmine Fuchs (Tochter von Nr. 4)
* 06.10.1879 † 10.12.1959 - Heinrich Ludwig Sommer
* 08.10.1902 † ~ 1945 vermisst
oo 17.05.1929
Katharina Dickel
* 22.03.1902 Girkhausen † 05.09.1984 - Kurt Heinz Sommer
* 28.12.1932 † 08.02.2017
oo 22.05.1958
Ursula Dirnberger
* 19.10.1931 Berleburg - Markus Lückel (Enkel von Nr. 7.)

Hausinschriften
Vorderer Teil des Hauses zur Straße:
„Mit der Hilfe des Herrn erbauet
Durch Ludwig Fuchs Zimmermeister war Johannes Schweitzer in Neukirchen
Nie gibt der Stand, nie geben Güter dem Menschen die Zufriedenheit
Die wahre Ruhe der Gemüther ist Tugend und Genügsamkeit
Aufgeschlagen den 16ten Octob 1827“
Hinterer Teil des Hauses, links neben der Haustür:
„Erbaut im Jahre 1844
Georg Ludwig Fuchs und Katharine, geb. Dickel, Eheleute und Bauleute“

Stellmacherei neben dem Wohnhaus
Vor wenigen Jahrzehnten gab es in fast jedem Dorf im Wittgensteiner Land Handwerksbetriebe, die man heute vergeblich sucht:
Müller, Bäcker, Schmied, Damen- und Herrenschneider, Böttcher, Schlosser, Schreiner, Wagner oder Stellmacher.
Kurt Heinz Sommer hatte noch eine voll ausgestattete Stellmacherwerkstatt und hat dieses Handwerk gelernt.
Der Beruf des Wagners wurde im Hause Sommer seit etwa 1700 ausgeübt – eine rund 300-jährige Tradition.
Mit den Gummiwagenreifen endete jedoch dieses Handwerk.
2007 baute Kurt Heinz Sommer noch einmal ein Rad, damit der gesamte Herstellungsprozess filmisch dokumentiert werden konnte (Heimatverein Puderbach).
Beschreibung des Arbeitsprozesses:
„Zuerst musste die Nabe auf der Drehbank aus einem Eichenkolben gedreht werden. Danach wurden die zwölf Speichenlöcher gebohrt und ausgestemmt.
Bevor die Arbeit weiter fortgesetzt werden konnte, musste der Schmied zwei eiserne Ringe um die Nabe binden.
Der Wagner konnte jetzt an die Herstellung der Speichen gehen. Sie waren aus glattfaserigem, jungem Eichenholz und wurden einzeln auf der Hobelbank festgeklemmt und mit dem Schnitzmesser von Hand bearbeitet und mit dem Ziehmesser geglättet.
Nun mussten die Speichen in die Nabe eingesetzt werden. Die Zapfenden wurden vorher in kochendes Wasser getaucht, damit sie weich wurden.
Mit dem schweren Hammer wurden sie nass in das trockene Nabenholz eingetrieben – dabei immer ein Nabenloch übersprungen.
Die oberen Enden der Speichen wurden anschließend konisch rund geschnitten. Nun kamen die Felgenstücke dran.
Die großen Wagenräder hatten sechs Felgenstücke. Mit dem Felgenzirkel bestimmte der Wagner die innere und äußere Rundung und fertigte eine Schablone an.
Nach dem Aussägen wurden die Speichenlöcher gebohrt und die Felgen aufgesetzt. Zwischen den Felgen blieb ein kleiner Spielraum, der später durch Eichendübel oder Dreikant-Eisenbleche gesichert wurde.
Erst danach konnte der Schmied den Eisenreifen aufziehen.
Zum Schluss wurde noch das Loch für die Büchse gebohrt, die exakt auf die Stärke der Wagenachse passen musste, und die Büchse wurde so eingesetzt, dass sie sich nicht drehen konnte.“

